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Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e. V.) ist ein 1947 als Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) gegrĂŒndeter Verband mit Sitz in Berlin. Die Vereinigung ging aus ZusammenschlĂŒssen von WiderstandskĂ€mpfern und Nationalsozialismus-Verfolgten hervor, die nach der Befreiung vom Nationalsozialismus entstanden waren.

Nach der Befreiung aus den Konzentrationslagern grĂŒndeten sich Gruppen der Überlebenden in vielen StĂ€dten und Regionen Deutschlands. Die Vereinigung versteht sich sowohl als ĂŒberparteiliche Sammelorganisation von ĂŒberlebenden Verfolgten und Gegnern des NS-Regimes als auch von nachgeborenen heute engagierten Menschen gegen völkisch-nationalistische Bestrebungen.

Seit ihren AnfĂ€ngen thematisiert die VVN bzw. VVN-BdA nicht nur die Verfolgung durch den Nationalsozialismus und den Widerstand dagegen, sondern hinterfragt, kritisiert und bekĂ€mpft politische Nachkriegserscheinungen, die sie als undemokratisch oder friedensfeindlich betrachtet, etwa die PrĂ€senz ehemaliger Nationalsozialisten in Behörden, Justiz und bis in die Regierungsebene reichenden politischen Gremien der Bundesrepublik, aber auch Entwicklungen wie die Wiederbewaffnung in den 1950er Jahren und die Notstandsgesetzgebung Ende der 1960er Jahre. DarĂŒber hinaus will ihre Arbeit ĂŒber organisatorische Strukturen und AktivitĂ€ten von Neonazis bzw. der Neuen Rechten aufklĂ€ren sowie gegen solche Entwicklungen mobilisieren.

Seit 2002 gibt es eine gesamtdeutsche Vereinigung, zu deren MitgliedsverbÀnden auch die Lagergemeinschaften ehemaliger HÀftlinge aus den Konzentrationslagern gehören.

Nach eigenen Angaben ist die VVN-BdA die grĂ¶ĂŸte Organisation von Antifaschisten in Deutschland.cite-ref-3[3]

Contents

‱ Geschichte
‱ GrĂŒndung
‱ Politik
‱ Literatur
‱ Weblinks

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SelbstverstÀndnis

Die VVN-BdA beschreibt sich als â€žĂŒberparteilicher Zusammenschluss“ von Frauen und MĂ€nnern des Widerstands gegen den Nationalsozialismus, von ĂŒberlebenden NS-Verfolgten, aber auch von Angehörigen der nachfolgenden Generationen, die die folgenden Zielsetzungen verbinden:

‱ aus der Vergangenheit zu lernen,
‱ fĂŒr die „Vision einer antifaschistischen Zukunft“ einzutreten,
‱ „fĂŒr eine Welt ohne Rassismus, Antisemitismus, Nazismus und Militarismus, ohne Ausgrenzung, ohne Faschismus und Krieg“ tĂ€tig zu sein.

In diesen Anliegen bezieht sie sich auf den Schwur von Buchenwald als historischen Ausgangspunkt.cite-ref-4[4]

Sie gibt die zweimonatlich erscheinende Zeitschrift antifa – Magazin der VVN-BdA fĂŒr antifaschistische Politik und Kultur heraus. EhrenprĂ€sidenten der Vereinigung waren Joseph Rossaint (MitgrĂŒnder), Alfred Hausser, Kurt Goldstein, Heinrich Fink, Hans Lauter und Esther Bejarano.cite-ref-5[5]

Die VVN-BdA ist Mitglied der FĂ©dĂ©ration Internationale des RĂ©sistants (Internationale Föderation der WiderstandskĂ€mpfer, FIR). Sie gehört auch der Kooperation fĂŒr den Frieden ancite-ref-6[6] und ist Mitglied des internationalen antirassistischen Netzwerks UNITED.cite-ref-7[7]

Geschichte

GrĂŒndung

Nach dem Ende des Nationalsozialismus bildeten sich lokale ZusammenschlĂŒsse ehemaliger WiderstandskĂ€mpfer wie etwa das „Komitee ehemaliger politischer Gefangener“ in Hamburg oder der „Ausschuß ehemaliger Konzentrationslager-HĂ€ftlinge“ in Hannover sowie antifaschistische AusschĂŒsse und verschiedene Komitees der Opfer des Faschismus („Antifa-AusschĂŒsse“),cite-ref-8[8]cite-ref-9[9] in denen die befreiten politischen HĂ€ftlinge eine wesentliche Rolle spielten. Letztere wurden allerdings als zu weit links orientiert umgehend von der US-MilitĂ€rbehörde und anschließend von der britischen MilitĂ€rregierung verboten.cite-ref-10[10]cite-ref-11[11] Diese AnsĂ€tze bildeten den Ausgangspunkt einer zonenĂŒbergreifenden Organisation der NS-Verfolgten. Am 26. Juni 1945 wurde in Stuttgart eine „Vereinigung der politischen Gefangenen und Verfolgten des Nazi-Systems“ – abgekĂŒrzt VVN – gegrĂŒndet.cite-ref-12[12] Es folgten weitere GrĂŒndungen vor allem politisch Verfolgter, also ganz ĂŒberwiegend von WiderstandskĂ€mpfern, in anderen Besatzungszonen. Die bayerische Sektion wurde am 26. Januar 1947 in MĂŒnchen gegrĂŒndet.cite-ref-13[13]

Die Initiative zur GrĂŒndung der VVN als ĂŒberlokalem, -regionalem, gesamtdeutschem und ĂŒberparteilichem Zusammenschluss ging von Angehörigen der Arbeiterparteien KPD und SPD aus, die in Betreuungsstellen fĂŒr politisch, religiös und rassisch Verfolgte bzw. den OdF-AusschĂŒssen direkten Kontakt zu den Betroffenen hatten. „Über alle Schichten, Konfessionen und Rassen und Parteien hinweg“ schließe man sich mit dem SelbstverstĂ€ndnis von „KĂ€mpfer[n] gegen den Nazismus“ und als vom Nazi-Regime Verfolgte „zu einer ĂŒberparteilichen Organisation“ zusammen (Programm August 1946). Nach der Erinnerung des MitgrĂŒnders Emil Carlebach fiel die Entscheidung gegen einen „Kampfbund gegen den Faschismus“ und fĂŒr „Verfolgtenorganisation“ mit Blick auf die WestmĂ€chte, die einen gesamtdeutschen linken Kampfbund nicht geduldet hĂ€tten: „Der spĂ€tere Titel kam zustande unter 
 dem halben Verbotsdruck der Westalliierten.“cite-ref-14[14]

In DĂŒsseldorf wurde am 26. Oktober 1946 der erste Landesverband (Nordrhein-Westfalen) der VVN gegrĂŒndet.cite-ref-beaugrand-1997-261-15-0[15] Der VVN-Verband der LandesverbĂ€nde der britischen Zone bildete einen zonalen Rat der VVN, Hamburg, der seit Herbst 1946 den VVN-Pressedienst herausgab, redigiert von Peter LĂŒtsches (CDU), DĂŒsseldorf.cite-ref-beaugrand-1997-264-16-0[16]

Den Leitungen der LandesverbĂ€nde und des auf einer interzonalen LĂ€nderkonferenz vom 15. bis zum 17. MĂ€rz 1947 in Frankfurt am Main gegrĂŒndeten Dachverbands gehörten kommunistische, sozialdemokratische, christdemokratische, jĂŒdische und christliche Vertreter an. Zu den prominenten Mitgliedern der VVN – diese meist auch in Leitungsfunktionen – gehörten:cite-ref-bisky-60jahrevvn-17-0[17]cite-ref-18[18]

‱ Propst Heinrich GrĂŒber
‱ Hans Mayer
‱ Pfarrer Harald Poelchau
‱ Lore Wolf

Konsens auf der Basis des Schwurs von Buchenwald waren: „Entnazifizierung, Entmilitarisierung, Entmonopolisierung, Demokratisierung, Sozialstaatlichkeit, VölkerverstĂ€ndigung und antifaschistische Einheit in ganz Deutschland“.cite-ref-bisky-60jahrevvn-17-1[17] Im Oktober 1947 hatte die VVN etwa 300.000 Mitglieder in den vier Zonen.cite-ref-19[19] Der Rote Winkel – das Kennzeichen der politischen HĂ€ftlinge in den Konzentrationslagern – wurde zum Verbandszeichen der VVN.

Im Jahr 1946 empfahl die antikommunistische FĂŒhrungsgruppe der West-SPD, das „BĂŒro Schumacher“, Sozialdemokraten, der VVN nicht beizutreten und jede Mitarbeit abzulehnen.cite-ref-20[20]

Die verbleibende, kleine jĂŒdische Gemeinde setzte große Hoffnungen auf die VVN. So stellte die jĂŒdische Gemeinde Berlins nicht nur ihre RĂ€ume zur VerfĂŒgung, sondern forderte auch zur Übernahme von Ämtern in der VVN auf. Julius Meyer, Vorstandsmitglied der Berliner Gemeinde, war vertreten im „Hauptamt OdF“ und im Vorstand der VVN.cite-ref-21[21]

Er erklĂ€rte am 2. Januar 1948, „dass wir immer aktiv zur VVN stehen.“ (ebd.) Es sei die VVN, die gegen den wiederanwachsenden Antisemitismus vorgehe.cite-ref-22[22]

Entwicklung in der Deutschen Demokratischen Republik

Bei der Volkskammerwahl 1950 erhielt die VVN 15 Abgeordnete zugeordnet, die mehrheitlich der SED angehörten. FĂŒr die betreffenden Abgeordneten siehe die Liste der Mitglieder der Volkskammer der DDR (1. Wahlperiode).

Nachdem die Leitungsgremien der SED mit der BegrĂŒndung, einer besonderen Organisation fĂŒr NS-Verfolgte bedĂŒrfe es in der DDR nicht,cite-ref-23[23] im Februar 1953 die „Abwicklung“ (Hartewig) der VVN beschlossen und der Zentralvorstand und die Delegiertenversammlung der VVN die Auflösung beschlossen hatten, gingen deren Aufgaben an andere Instanzen wie die RĂ€te der Bezirke und Kreise, den FDGB, die FDJ, den Verlag Volk und Welt, das Museum fĂŒr Deutsche Geschichte ĂŒber. Als eine Art Nachfolgeeinrichtung wurde das Komitee der Antifaschistischen WiderstandskĂ€mpfer gegrĂŒndet, mit Schwerpunktlegung auf den Antifaschismus. Nach Meinung von Karin Hartewig sollte damit auch der Gegensatz zur BRD betont werden, die von der DDR als nicht-antifaschistischer Staat gesehen wurde.cite-ref-24[24] Nicht aufgelöst wurden jedoch die Lagerkomitees. Sie blieben als Netzwerke der Überlebenden und Ansprechpartner an den Gedenkorten erhalten.cite-ref-25[25] Gegen die Auflösung erhob sich innerhalb der VVN kaum Widerspruch.cite-ref-60-jahre-26-0[26] Der Ausschluss der im Nationalsozialismus als Juden verfolgten Mitglieder Helmut Salo Lohser, Leon Löwenkopf, Julius Meyer und GĂŒnter Singercite-ref-27[27] u. a. aus dem Zentralvorstand der Ost-VVN im Januar 1953 sowie das gleichzeitige Verbot der VVN-Zeitschrift „Der Weg. Zeitschrift fĂŒr Fragen des Judentums“ im Gefolge des SlĂĄnskĂœ-Prozesses und des Ärzteprozesses sprechen fĂŒr eine mindestens zum Teil antisemitisch motivierte Auflösung.cite-ref-28[28] Dagegen steht die These, es sei um „politische KonformitĂ€t“ gegangen.cite-ref-niether-s127-29-0[29] Das Komitee agierte in enger Absprache mit der SED, vertrat einen „hegemonialen Antifaschismus“cite-ref-niether-s127-29-1[29] und bestimmte seine Aufgaben als einen Antifaschismus unter den Bedingungen des Kalten Kriegs.cite-ref-hartewig-s378-30-0[30] Die Position der Vertreter des politischen Widerstands innerhalb der Verfolgtengemeinschaft in der DDR wurde damit aufgewertet, die Betreuung der vormals Verfolgten dezentralisiert.cite-ref-hartewig-s378-30-1[30] Es unterhielt enge Beziehungen zur VVN in der Bundesrepublik. Nach der Wende ĂŒbernahm 1990 der Interessenverband ehemaliger Teilnehmer am antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener (IVVdN) seine Nachfolge.cite-ref-31[31]

Entwicklung in West-Berlin

In den Berliner Westsektoren bestand die VVN Westberlin auch nach der Auflösung der VVN Groß-Berlin als Teil der DDR-VVN auf der Basis alliierten Rechts bis 1990, ab 1976 mit der Namenserweiterung Verband der Antifaschisten (VVN/VdA) unter Öffnung fĂŒr Mitglieder, die nicht vom NS-Regime verfolgt waren oder Widerstand gegen die Nazi-Herrschaft geleistet hatten, fort. Der Zusatz VdA in Abgrenzung zur Umbenennung der VVN in der Bundesrepublik war dabei dem Umstand geschuldet, dass die West-Berliner VVN bis 1989 in hohem Maße von der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins (SEW) beeinflusst und finanziert worden war und West-Berlin in Einklang mit der von der SEW als Drei-Staaten-Theorie vertretenen völkerrechtlichen Auffassung der DDR eine „selbststĂ€ndige politische Einheit“ darstellte. 1990 erfolgte die Umwandlung in einen eingetragenen Verein (e. V.) unter gleichzeitiger Änderung des Namenszusatzes in „Verband der Antifaschistinnen und Antifaschisten“. 1983 eröffnete der Verband die Galerie Olga Benariocite-ref-32[32] in der Neuköllner Boddinstrasse 61 (seit dem 15. November 2001 in der Richardstraße 104).cite-ref-33[33] 1996 schloss sich die VVN/VdA der Bundesvereinigung der VVN-BdA als Berliner Landesvereinigung an. Sie war bis 2002 eigenstĂ€ndiges Mitglied der FIR, ohne die sich hieraus ergebenden Rechte noch auszuĂŒben, und Mitglied des 1990 gegrĂŒndeten Bundes der Antifaschisten Berlin (BdA Berlin). Seit dem Zusammenschluss zwischen dem BdA Berlin und der Berliner Vereinigung ehemaliger Teilnehmer am antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener e. V. (BV VdN) zur Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e. V. und dem Beitritt dieser Organisation zur Bundesvereinigung der VVN-BdA gehört die VVN/VdA als Kreisvereinigung fĂŒr die Berliner Verwaltungsbezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Neukölln, Reinickendorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg sowie die frĂŒheren Verwaltungsbezirke Kreuzberg und Wedding der Berliner VVN-BdA an.

Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland bis 1990

Allgemeine Entwicklung von den AnfÀngen bis in die 1970er Jahre

Die KPD hatte im Widerstand gegen den Nationalsozialismus eine herausgehobene Rolle gespielt. Sie hatte einen sehr hohen Anteil an den aus politischen GrĂŒnden NS-Verfolgten – insgesamt war etwa die HĂ€lfte der 360.000cite-ref-34[34] KPD-Mitglieder im Nationalsozialismus inhaftiert gewesen,cite-ref-35[35] etwa 25.000 waren ermordet worden.cite-ref-36[36] Aus dem hohen Maß an Verfolgung ergab sich ein hoher Einfluss in der Verfolgtenorganisation. Blockkonfrontation und Kalter Krieg und die damit einhergehende Ausgrenzung, dann Verfolgung von tatsĂ€chlichen oder angeblichen Kommunisten und UnterstĂŒtzern in der Bundesrepublik, Austritte von Nichtkommunisten aus der VVN trugen dazu bei. „Die VVN wurde Teil einer Angstkulisse des Kalten Krieges.“cite-ref-spernol-254-37-0[37] WĂ€hrend der Berlin-Blockade verschĂ€rften sich die Spannungen in der VVN, die Einheit des Verbandes konnte aber noch gewahrt werden.cite-ref-beaugrand-1997-263-38-0[38] Jedoch fassten die Delegierten des DĂŒsseldorfer Parteitags der SPD im September 1948 einen Unvereinbarkeitsbeschluss fĂŒr die gleichzeitige Mitgliedschaft in SPD und VVN.cite-ref-meyer-2010-169-39-0[39] BegrĂŒndung: die VVN sei „kommunistisch unterwandert“. Die SPD-FĂŒhrung im Westen um den ehemaligen KZ-HĂ€ftling Kurt Schumacher, einen dezidierten Antikommunisten, hatte seinerzeit schon die GrĂŒndung der VVN abgelehnt und bereits im Mai 1948 mit einer antikommunistischen Pressekampagne des SPD-Vorstandsmitglieds Fritz Heine die zahlreichen nichtkommunistischen VVN-FunktionstrĂ€ger zu „nĂŒtzlichen Idioten“ der KPD und die von Peter LĂŒtsches (CDU) redigierten VVN-Nachrichten zum kommunistischen Presseorgan erklĂ€rt.cite-ref-spernol-254-37-1[37] Auf Anregung des Parteivorstands wurde Ende 1948 als unselbstĂ€ndige Untergliederung der SPD eine Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten (AvS) gegrĂŒndet, so dass ein Teil der sozialdemokratischen VVN-Mitglieder dorthin wechselte.cite-ref-meyer-2010-169-39-1[39] Wenngleich 1949 noch 17.000 Sozialdemokraten Mitglied der VVN waren,cite-ref-meyer-2010-169-39-2[39] so leitete diese Abspaltung von der VVN doch die parteipolitische Zersplitterung der NS-Verfolgten ein.cite-ref-40[40]

Der zweite Schritt folgte mit der GrĂŒndung einer CDU-nahen Organisation. Auf Initiative des in der Zwischenzeit ausgetretenen LĂŒtsches und weiterer ehemaliger VVN-Mitglieder wurde 1950 der Bund der Verfolgten des Naziregimes (BVN) gegrĂŒndet.cite-ref-beaugrand-1997-261-15-1[15] Er war ein profiliert antikommunistischer Zusammenschluss. Wegen CDU-NĂ€he fasste der SPD-Bundesvorstand 1953 einen Unvereinbarkeitsbeschluss auch bei Mitgliedschaft im BVN.cite-ref-41[41] Er wurde von der CDU-gefĂŒhrten Bundesregierung und von US-amerikanischen Geheimdiensten großzĂŒgig finanziell unterstĂŒtzt.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43] Als sich Anfang 1950 in Nordrhein-Westfalen der erste BVN-Landesverband grĂŒndete,cite-ref-beaugrand-1997-264-16-1[16] waren viele christdemokratische Kreistagsabgeordnete, Stadtverordnete und auch Landtags- und Bundestagsabgeordnete noch Mitglied der VVN.cite-ref-44[44]

Der BVN, die AvS und eine antikommunistische, kaum bekannt gewordene „Arbeitsgemeinschaft fĂŒr Freiheit, Recht und MenschenwĂŒrde“ als Zusammenschluss von der VVN abgespaltener Gruppencite-ref-45[45] bemĂŒhten sich gemeinsam, die Weiterarbeit der VVN zu sabotieren. WĂ€hrenddessen wurde der BVN-Vorsitzende LĂŒtsches in eine Folge von Korruptionsskandalen verwickelt und entpuppte sich als wegen krimineller AktivitĂ€ten Verfolgter.cite-ref-lissner280-46-0[46]

Anders als der VVN gelang es den konkurrierenden ZusammenschlĂŒssen BVN, AvS und der weniger politisch auftretenden Notgemeinschaft der durch die NĂŒrnberger Gesetze Betroffenen nicht, kontinuierlich eigenstĂ€ndige AktivitĂ€ten zu entfalten.cite-ref-st-ss-245-47-0[47]cite-ref-48[48] Die Gegner der VVN erreichten zunĂ€chst, diese weitgehend auf ihren kommunistischen Mitgliederkern zu reduzieren, ohne sie aus der westdeutschen Öffentlichkeit verbannen zu können.cite-ref-st-ss-245-47-1[47] Inzwischen sind AktivitĂ€ten von BVN, AvS und „Notgemeinschaft“ nicht mehr nachweisbar. Die AvS löste sich 2016 durch Fusion mit dem Arbeitskreis der politischen HĂ€ftlinge in der SBZ/DDR auf.cite-ref-49[49]

Anfang der 1950er Jahre mussten einige Landesleiter bundesdeutscher EntschĂ€digungsbehörden diese verlassen, darunter eine Gruppe jĂŒdischer Beamter, die selbst NS-Verfolgte und mit möglicherweise einer Ausnahme auch Mitglieder der VVN waren: Philipp Auerbach, Curt Epstein, Marcel Frenkel, Alphonse Kahn und Ludwig Loeffler (VVN-Mitgliedschaft nicht belegt).cite-ref-50[50] In Bayern war der Sozialdemokrat Philipp Auerbach, Leiter des Staatskommissariats fĂŒr NS-Verfolgte, „einer wahren Schlammflut“ (Goschler) von Anfeindungen ausgesetzt, die in ein Verfahren und eine Verurteilung mĂŒndete. Vor Eintritt der Rechtskraft beging er Selbstmord.cite-ref-51[51] In Nordrhein-Westfalen entfaltete der Konkurrenzverband BVN eine Kampagne sowohl gegen die EntschĂ€digungsvorschriften als auch gegen den jĂŒdischen Leiter Frenkel der Landesbehörde fĂŒr Wiedergutmachung, Mitglied der KPD. Er behauptete, Frenkel versorge Kommunisten mit HaftentschĂ€digungen, Renten und Beihilfen aus öffentlichen Mitteln, mit denen sie die Bundesrepublik unterminierten.cite-ref-52[52] Sie dĂŒrften keine EntschĂ€digung fĂŒr Verfolgung erhalten. Frenkel sorge dafĂŒr, dass sein Etat „zu 70 % fĂŒr Glaubensjuden, Kommunisten, Sozialisten ausgegeben“ werde.cite-ref-53[53] Frenkel wurde mit der BegrĂŒndung suspendiert, Kommunist zu sein. Zugleich hieß es „ausdrĂŒcklich“, alle VorwĂŒrfe gegen seine Arbeitsweise seien „völlig ausgerĂ€umt“.cite-ref-54[54]

Die starke westdeutsche „antisemitische Anti-Auerbach-Stimmung“cite-ref-55[55] wie die „antisemitischen und antiziganistischen Angriffe“ insgesamt fĂŒhrten im Ergebnis zu einer restriktiveren EntschĂ€digungspraxis.cite-ref-56[56]cite-ref-57[57] Auf kommunaler Ebene forderten die Konkurrenten der VVN Politiker auf, ihr die finanziellen Zuwendungen zu entziehen.cite-ref-lissner280-46-1[46] Auch Heinz Galinski und Eugen Kogon (CDU) verließen 1950 die VVN. Kogon sah zu diesem Zeitpunkt eine antikommunistische Denunziationswelle in der Bundesrepublik, nach der „morgen jeder Dritte fĂŒr untragbar gehalten wird“.cite-ref-58[58]

„Im Zuge der allgemeinen Kommunistenverfolgung“,cite-ref-st-ss-245-47-2[47] die zu Beginn der 1950er Jahre einsetzte, entschied die Bundesregierung unter Konrad Adenauer 1950, dass die Mitgliedschaft in der VVN mit einer Anstellung im öffentlichen Dienst unvereinbar sei,cite-ref-59[59] (siehe auch Adenauer-Erlass) was ein „Berufsverbot im öffentlichen Dienst“ (Constantin Goschler) bedeutete. Mitglieder der VVN wurden vom Inlandsgeheimdienst observiert oder konnten von der Polizei auch an einem privatwirtschaftlichen Arbeitsplatz festgenommen, erkennungsdienstlich behandelt und entlassen werden, ohne dass das Ermittlungsverfahren mehr als die Mitgliedschaft in der VVN ergeben hatte.cite-ref-60[60] Der antikommunistische Repressionsdruck fĂŒhrte nach der parteipolitischen Aufsplitterung zu weiteren Mitgliederverlusten. Beides schwĂ€chte die Position der NS-Verfolgten erheblich.cite-ref-61[61]

Mahnung und Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus waren ein Hauptthema der TĂ€tigkeit der VVN. In diesem Zusammenhang stand 1950 eine Initiative zu einem „Tag der Opfer des Faschismus“, wie es ihn in der DDR seit 1949 gab, auch fĂŒr Westdeutschland. In der von der VVN ausgelösten Gedenktagsdebatte setzte sie sich nicht durch. Stattdessen wurde, wie der Volksbund Deutsche KriegsgrĂ€berfĂŒrsorge es vorschlug, der Volkstrauertag, der ab 1934 als „Heldengedenktag“ Staatsfeiertag gewesen war, wieder eingefĂŒhrt.cite-ref-62[62]

1955 wurde Frenkel, nun VVN-Vorsitzender, verhaftet und des Hochverrats angeklagt, nachdem die VVN die Volksbefragung gegen die Remilitarisierung unterstĂŒtzt hatte. Starke Proteste aus dem Ausland fĂŒhrten dazu, ihn wieder auf freien Fuß zu setzen und die Anklage fallen zu lassen.cite-ref-63[63]

Von Anfang an widmete die VVN sich der Betreuung von Opfern des nationalsozialistischen Unrechts. Dazu gehörte unter anderem beispielsweise die Sozialberatung nach dem BundesentschĂ€digungsgesetz (Bundesgesetz zur EntschĂ€digung fĂŒr Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung – abgekĂŒrzt BEG), das 1956 rĂŒckwirkend auf den 1. Oktober 1953 in Kraft trat. HauptsĂ€chliche Themen wĂ€hrend der 1950er und 1960er Jahre waren die Wiederbewaffnung, die Remilitarisierung, die atomare AufrĂŒstung, die zahlreichen ehemaligen Nationalsozialisten im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft, die Notstandsgesetze, die NPD und neofaschistische AktivitĂ€ten und Akteure,cite-ref-st-ss-246-64-0[64] das bundesdeutsche VerdrĂ€ngen und Verschweigen der deutschen Geschichte von 1933 bis 1945. Initiativen der VVN fĂŒhrten zur Errichtung von GedenkstĂ€tten. So waren VVN-Mitglieder Mitte der 1960er Jahre daran beteiligt, das ehemalige Konzentrationslager Dachau in eine GedenkstĂ€tte umzuwandeln.cite-ref-65[65]

PublikationstÀtigkeit

Die erste Verbandszeitschrift der VVN wurde ab Oktober 1946 wöchentlich in Hamburg herausgegeben: Der VVN-Pressedienst beinhaltete auf wenigen Seiten insbesondere Informationen zu den Geschehnissen der NS-Zeit in ZuchthĂ€usern und Konzentrationslagern, zu ehemaligen NS-FunktionĂ€ren, zu WiedergutmachungsansprĂŒchen sowie vermissten NS-Opfern. Anfang 1949 wurde die nun achtseitige Wochenzeitung in VVN-Nachrichten umbenannt und trug den Untertitel Überparteiliche Wochenzeitung. Mit diesem Untertitel firmierte die Wochenzeitung ab Anfang Januar 1950 nun als 20. Jahrhundert, womit ĂŒber die Opferperspektive hinaus die aktuelle Entwicklung in Deutschland und Europa publizistisch begleitet werden sollte. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Verbandszeitschrift unter wechselnden Titeln von LĂŒtsches im Auftrag der VVN redigiert. Die Titelrechte lagen bei der VVN und verblieben dort auch nach dem Weggang von LĂŒtsches.cite-ref-66[66]

Seit 1950 publizierte die VVN Die Tat – Wochenzeitung fĂŒr Demokratie und Frieden. Sie erschien im Röderberg-Verlag und fusionierte 1983 mit der ebenfalls links orientierten Deutschen Volkszeitung.cite-ref-67[67]

Eng der VVN verbunden war der Röderberg-Verlag in Frankfurt a. M., dessen langjÀhriger Leiter Hans BÀr Mitglied der VVN war.cite-ref-68[68]

Erweiterung zum „Bund der Antifaschisten“

1971 erweiterte sich die VVN zum „Bund der Antifaschisten“, da im Gefolge der studentischen Protestbewegung und durch das starke Anwachsen der militant völkisch-nationalistischen Partei NPD ein verstĂ€rktes Interesse der jungen Generation an der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit aufkam. Mit dieser Entscheidung konnten nun nicht nur Verfolgte und ihre Familienangehörigen, sondern auch junge Leute, die sich mit den Überlebenden der Konzentrationslager und ihrem VermĂ€chtnis verbunden fĂŒhlen, Mitglied der VVN werden. Es gelang, nach der Isolierung zur Hochzeit des Kalten Kriegs, die AnhĂ€ngerschaft um nicht-kommunistische Kreise zu erweitern.cite-ref-st-ss-246-64-1[64]

Verbotsversuche, individuelle BeschÀftigungs- und Berufsverbote

Am 26. Juli 1951 wurde der Rat der VVN von der Bundesregierung verboten und deren Gesamtdeutsches BĂŒro in Frankfurt unter Einsatz der Polizei geschlossen. Dem Verbot folgten nicht alle BundeslĂ€nder, teils scheiterte auch die Umsetzung am Widerspruch von Verwaltungsgerichten (Bayern, Niedersachsen), die eine Verfassungsfeindlichkeit verneinten. In Hamburg wurde die VVN am 1. August 1951 verboten. Ihr folgte ab 1959 als NeugrĂŒndung die Vereinigte Arbeitsgemeinschaft der Naziverfolgten (VAN), die 1971 in „Vereinigung der Antifaschisten und Verfolgten des Naziregimes“ umbenannt wurde.cite-ref-69[69]

Die unionsgefĂŒhrte Bundesregierung forcierte 1959 einen erneuten Versuch, die VVN zu verbieten. Das zustĂ€ndige Bundesverwaltungsgericht brach den Prozess allerdings 1962 nach zwei Verhandlungsterminen ab. In der mĂŒndlichen Verhandlung ĂŒbergab der NS-verfolgte WiderstandskĂ€mpfer August Baumgarte (ein Überlebender des KZ Mauthausen) Dokumente zur NS-Vergangenheit des Vorsitzenden Richters des erkennenden Senats – zugleich PrĂ€sident des Bundesverwaltungsgerichts – Fritz Werner. Er enthĂŒllte, dass Werner schon vor 1933 NSDAP und SA beigetreten und spĂ€ter zum höheren SA-FĂŒhrer berufen worden war.cite-ref-70[70]cite-ref-71[71]cite-ref-72[72] Diese Information hatte ein erhebliches Medienecho. Nun wurde auch bekannt, dass der Anwalt der Bundesregierung Hermann Reuß ebenfalls ein ehemaliger Nationalsozialist und im NS als Richter tĂ€tig gewesen war. Ausweislich einer Dokumentation der VVN hatte er in der Juristischen Wochenschrift das Verbot der demokratischen Parteien nach dem Machtantritt der NSDAP und ihrer BĂŒndnispartner begrĂŒĂŸt und Hitler und den Nationalsozialismus verherrlicht.cite-ref-73[73] Kompromittierende Zitate aus Werners Dissertationsschrift von 1934 sowie die AnkĂŒndigung, weitere beisitzende Richter, darunter Eugen Hering, mit ihrer Nazivergangenheit zu konfrontieren, ließen die Bundesregierung zurĂŒckweichen. Die unerwarteten EnthĂŒllungen verstĂ€rkten die bereits großen Proteste im In- und Ausland und ließen den Prozess „versanden“.cite-ref-st-ss-246-64-2[64]cite-ref-60-jahre-26-1[26]cite-ref-74[74] Im August 1964 mit der Neufassung des Vereinsgesetzes (§ 31 Abs. 4 VereinsG) wurde das Verfahren endgĂŒltig eingestellt.cite-ref-75[75]

Durch den Radikalenerlass wurden auch Angehörige der VVN, wie etwa die angehenden Lehrer Klaus Lippscite-ref-76[76] oder Christina Lichtwarck-Aschoffcite-ref-77[77] sanktioniert.

Aufgrund des besonderen Berlin-Status war die West-Berliner VVN formal von dem Verbot nicht betroffen, wenn sie auch „massiven Diskriminierungen durch die Behörden“ (z. B. durch Abwehr von EntschĂ€digungs- und WiedergutmachungsansprĂŒchen) ausgesetzt wurde.cite-ref-78[78]

Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland nach der Wende

Umbruch 1989, Neuorientierung, Neuorganisation

Ende 1989 fiel die umfangreiche Finanzhilfe aus der DDR ersatzlos fort. Die VVN-BdA musste ihre Frankfurter BundesgeschĂ€ftsstelle auflösen und ihre 25 BeschĂ€ftigten zum Jahresende entlassen. Lediglich auf Landesebene und in den KreisverbĂ€nden werde die Arbeit „uneingeschrĂ€nkt“ fortgefĂŒhrt werden können, erklĂ€rte der Pressesprecher Kurt Faller, der 1977 als Lehrer mit Berufsverbot belegt worden war.cite-ref-79[79] PrĂ€sidium und Sekretariat des Bundesvorstands der VVN-BdA traten im Januar 1990 zurĂŒck. Es setzten sich dann die Stimmen fĂŒr die FortfĂŒhrung der Arbeit mit eingeschrĂ€nkten Mitteln und neuer Organisationsstruktur durch. Differenzierend wurde dies auch aus VVN-gegnerischer Sicht mit dem Bemerken wahrgenommen, die DKP habe ihre fĂŒhrende Rolle verloren, wĂ€hrend „undogmatische und nichtextremistische KrĂ€fte“ an Einfluss gewonnen hĂ€tten und die VVN-BdA sich zudem fĂŒr „autonome Antifaschisten“ geöffnet habe.cite-ref-80[80]

2000 definierte die vom Bundesausschuss herausgegebene antifa-rundschau den Verband nachdrĂŒcklich als „eine pluralistisch zusammengesetzte BĂŒndnisorganisation von Antifaschisten unterschiedlicher Herkunft und Auffassung“. Daher mĂŒssten auch grundsĂ€tzliche Meinungsunterschiede auszuhalten sein, „wenn sie das gemeinsame Handeln gegen Neofaschismus und Krieg nicht verhindern“.cite-ref-81[81]

2001 gehörten dem elfköpfigen Bundessprecherkreis (Bundesvorstand) der VVN-BdA drei Mitglieder der SPD, drei der DKP, eins der CDU an, zwei waren ehemalige SPD-Mitglieder und zwei weitere Parteilose.cite-ref-82[82]

1996 schloss sich die bundesdeutsche VVN-BdA mit der bis dahin eigenstĂ€ndigen VVN/VdA (frĂŒher: VVN Westberlin) zusammen und 2000 mit dem ostdeutschen Interessenverband ehemaliger Teilnehmer am antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener (IVVdN-BdA).cite-ref-83[83]


Im MĂ€rz 2016 bildete sich aus Gewerkschaftsgremien, Gliederungen und fĂŒhrenden ReprĂ€sentanten von SPD, der Partei Die Linke und BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen die bundesweite Initiative Aufstehen gegen Rassismus, die auch von der VVN-BdA mitinitiiert wurde und mitgetragen wird.cite-ref-85[85]

Kampagne: NPD-Verbot jetzt!

2007 lief eine VVN-BdA-Kampagne fĂŒr ein Verbot der NPD. FĂŒr einen Aufruf an den Bundestag, „ein neues Verbotsverfahren gegen die NPD nach Artikel 21, Absatz 2 Grundgesetz auf den Weg zu bringen“, wurden 175.445 Unterschriften gesammelt. UnterstĂŒtzer der Kampagne waren Hannelore Elsner, Frank Werneke und das PrĂ€sidium des 1. FC NĂŒrnberg. Am 12. Dezember 2007 wurden die Unterschriften an BundestagsvizeprĂ€sidentin Petra Pau, die Abgeordneten Gesine Lötzsch und DorothĂ©e Menzner von der Linkspartei sowie Niels Annen von der SPD ĂŒbergeben.cite-ref-taz-5168867-86-0[86]

Am 27. Januar 2009 startete eine neue Kampagne nonpd – 5000 GrĂŒnde fĂŒr NPD-Verbot, die nach Erreichen des Kampagnenziels im April 2010 beendet wurde.cite-ref-87[87]cite-ref-88[88]

Mitgliederzahlen

Die Mitgliederzahl sank von 9000 (2003)cite-ref-89[89] ĂŒber 6000–7000 (2011)cite-ref-90[90]cite-ref-91[91] auf 6400 (Anfang 2013).cite-ref-92[92] Der im MĂ€rz 2014 erschienene Bayerische Verfassungsschutzbericht 2013 nennt eine Mitgliederzahl von 5800.cite-ref-bayern-93-0[93] Vom Bundeskongress 2011 bis zum Bundeskongress 2014 verringerte sich die Mitgliederzahl um 500.cite-ref-94[94] Ende 2019 hatte die VVN-BdA nach eigenen Angaben 7000 Mitglieder.cite-ref-mit-95-0[95] Ende 2019 war die Mitgliederzahl infolge der drohenden Aberkennung der GemeinnĂŒtzigkeit um 1000 gestiegen.cite-ref-96[96] Bis MĂ€rz 2021 stieg die Mitgliederzahl auf rund 8000.cite-ref-faq-2-1[2] Laut eigenen Angaben hat sich die Mitgliederzahl von 2020 bis 2022 kontinuierlich um ca. 500 pro Jahr erhöht.cite-ref-97[97]

Sie ist laut Eigenangaben die mitgliederstÀrkste und Àlteste explizit antifaschistische Organisation in Deutschland.cite-ref-98[98]cite-ref-nd2022-99-0[99]

GemeinnĂŒtzigkeit

Im November 2019 erkannte das Berliner Finanzamt fĂŒr Körperschaften der VVN-BdA den Status der GemeinnĂŒtzigkeit ab. Es begrĂŒndete den Schritt mit der Nennung der Organisation als „bundesweit grĂ¶ĂŸte linksextremistisch beeinflusste Organisation im Bereich des Antifaschismus“ im bayerischen Verfassungsschutzbericht.cite-ref-100[100]cite-ref-101[101] Der VVN-BdA-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Willms erklĂ€rte hierzu, dass das Finanzamt außerdem fĂŒr 2016 und 2017 eine Steuernachzahlung in fĂŒnfstelliger Höhe verlange, was die Existenz des Vereins gefĂ€hrde.cite-ref-102[102] Die Entscheidung beruht auf der Abgabenordnung (§ 51 AO).cite-ref-2019-12-12-103-0[103] Sie wurde allerdings verschiedentlich kritisiert. So bezeichnete das Internationale Auschwitz Komitee sie als „Skandal“, der „das gemeinsame europĂ€ische Engagement gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus erheblich schwĂ€cht“.cite-ref-104[104] Der Journalist Gunnar Schupelius verteidigte die Aberkennung in der B.Z. hingegen. Der Kampf gegen Rechtsextremismus sei zwar richtig und legitim. Er werde jedoch ad absurdum gefĂŒhrt „wenn die Vertreter dieses Kampfes fĂŒr eine andere Form des Extremismus eintreten“.cite-ref-105[105] Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano erklĂ€rte die PrĂ€senz zahlreicher Kommunisten so: „Ja, warum sind denn Kommunisten in diesem Verein? Weil sie die Ersten waren, die von der NSDAP verfolgt worden sind! Viele sind in GefĂ€ngnissen und Konzentrationslagern umgebracht worden. Sie gehörten zu den wenigen, die gegen die Nazis gekĂ€mpft haben. NatĂŒrlich sind Kommunisten im VVN, doch das darf doch nicht der Grund sein, uns die GemeinnĂŒtzigkeit zu entziehen. Was kann gemeinnĂŒtziger sein als Antifaschismus? Es ist eine Arbeit fĂŒr die Gesellschaft.“cite-ref-106[106]

Die Aberkennung der GemeinnĂŒtzigkeit wurde vorlĂ€ufig ausgesetzt.cite-ref-2019-12-12-103-1[103] Ende Juni 2020 erfuhr die VVN-BdA, dass das Berliner Finanzamt ihren Einspruch gegen die Aberkennung der GemeinnĂŒtzigkeit vorerst zurĂŒckgewiesen hat.cite-ref-107[107] Ende MĂ€rz 2021 wurde bekannt, dass das Finanzamt fĂŒr Körperschaften I in Berlin zunĂ€chst fĂŒr 2019 die GemeinnĂŒtzigkeit anerkannt hat.cite-ref-108[108] Im April 2021 wurde dann auch fĂŒr die zurĂŒckliegenden Jahre die GemeinnĂŒtzigkeit wieder anerkannt.cite-ref-109[109]

Die VVN-BdA ist Mitglied der Allianz Rechtssicherheit fĂŒr politische Willensbildung.cite-ref-110[110]

Zur politischen Einordnung

Zeitgeschichts- und Politikforschung

Die Zeitgeschichtsforschung, soweit sie sich mit „VergangenheitsbewĂ€ltigung“ beschĂ€ftigt, thematisiert die VVN-BdA nicht, ohne jegliche Wertung oder positiv konnotiert.cite-ref-111[111]cite-ref-112[112]cite-ref-113[113]

Politik

Zahlreich sind seit langem die personellen und handlungsbezogenen Verbindungen zwischen den Gliederungen der VVN-BdA und dem DGB und seinen Mitgliedsgewerkschaften.cite-ref-114[114] WĂ€hrend die SPD die 1948 beschlossene Unvereinbarkeit einer gleichzeitigen Mitgliedschaft von Sozialdemokraten in Partei und VVN-BdA nach jahrelanger Nichtanwendung 2010 auch formal „gemĂ€ĂŸ § 6 Absatz 2 Satz 3 Organisationsstatut“ aufhobcite-ref-115[115] und ihre Mitglieder und Gliederungen gemeinsam mit der VVN-BdA zu politischen AktivitĂ€ten aufrufen, an ihnen teilnehmen oder in der VVN-BdA Funktionen ĂŒbernehmen,cite-ref-116[116] sprechen Gliederungen und Mitglieder von CDU/CSU und FDP sich dafĂŒr aus, die VVN-BdA aus BĂŒndnissen gegen AktivitĂ€ten und Organisationen am rechten Rand des politischen Spektrums herauszuhalten, da sie ein „trojanisches Pferd fĂŒr das Engagement gegen den Rechtsextremismus“ sei.cite-ref-117[117]

Bewertung durch den Verfassungsschutz

In der Vergangenheit ist die VVN-BdA seit 1950 wiederholt von Verfassungsschutzbehörden des Bundes (zuletzt bis 2006) und der einzelnen LĂ€nder beobachtet und als „linksextremistisch beeinflusste Organisation“ eingestuft worden.cite-ref-118[118]

Mit der Ausnahme von Bayern gingen bis spĂ€testens 2019 alle anderen Landesbehörden fĂŒr Verfassungsschutz dazu ĂŒber, den Verein als Landesverband der VVN-BdA nicht mehr in ihren Jahresberichten zu nennen, sondern nur noch nachrangig oder nicht mehr zu beobachten.cite-ref-119[119] Mit der Einstellung der Beobachtung der VVN-BdA durch den bayerischen Verfassungsschutz 2022 wird die Vereinigung nicht mehr von Verfassungsschutzbehörden beobachtet.cite-ref-0-120-0[120]

In Bayern

Wiederholte Klagen des bayerischen Landesverbandes der VVN-BdA gegen die ErwĂ€hnung im dortigen Verfassungsschutzbericht blieben ohne Erfolg, zuletzt fĂŒr die Jahre 2010 bis 2013 im Jahr 2018. Im Verlauf der PrĂŒfung des zeitweiligen Entzugs der GemeinnĂŒtzigkeit des Bundesverbandes im Zeitraum 2019 bis 2021, gegen den es breiten Protest aus Politik und Gesellschaft gab (z. B. Gewerkschaften, SozialverbĂ€nde, jĂŒdische Gemeinden, GrĂŒne, Linke und SPD), stellte die zustĂ€ndige Finanzbehörde fest, dass „der Bundesverband der VVN-BdA nicht mehr vom bayerischen Verfassungsschutz als extremistische Organisation aufgefĂŒhrt werde“ und nach eingehender PrĂŒfung der Bundesverband auch anderweitig nicht als extremistisch einzustufen sei.cite-ref-121[121] Im Bayerischen Verfassungsschutzbericht 2021 ist die VVN-BdA nicht mehr enthalten,cite-ref-122[122] im Bericht von 2022 wurde klargestellt, dass die Beobachtung eingestellt worden ist.cite-ref-0-120-1[120]

Bekannte Mitglieder

→

Hauptartikel

:

Liste bekannter Mitglieder der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Literatur

‱ Die unbewĂ€ltigte Gegenwart. Eine Dokumentation ĂŒber Rolle und Einfluß ehemals fĂŒhrender Nationalsozialisten in der Bundesrepublik Deutschland. Hrsg. vom PrĂ€sidium der Vereinigungen der Verfolgten des Naziregimes, Frankfurt 1962.
‱ Max Oppenheimer (Hrsg.): Antifaschismus – Tradition, Politik, Perspektive. Geschichte und Ziele der VVN – Bund der Antifaschisten. Röderberg-Verlag, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-87682-597-0.
‱ Jörg Berlin: „Wir sind die Verfolgten geblieben“ – Zur Geschichte der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) in Hamburg 1945-1951. In: Jörg Berlin (Hrsg.): Das andere Hamburg. Freiheitliche Bestrebungen in der Hansestadt seit dem SpĂ€tmittelalter (= Kleine Bibliothek – Politik, Wissenschaft, Kunst. Bd. 237). Pahl-Rugenstein, Köln 1981, ISBN 3-7609-0654-0, S. 329–356.
‱ Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Köln, Juni 1997.
‱ Der Bundesminister des Innern (Hrsg.): Bedeutung und Funktion des Antifaschismus. Bonn 1990.
‱ Ulrich Schneider: Zukunftsentwurf Antifaschismus. 50 Jahre Wirken der VVN fĂŒr „eine neue Welt des Friedens und der Freiheit“. Bonn 1997, ISBN 3-89144-237-8.
‱ Kurt Faller, Bernd Wittich: Abschied vom Antifaschismus. Frankfurt (Oder) 1997, ISBN 3-930842-03-3.
‱ Elke Reuter, Detlef Hansel: Das kurze Leben der VVN von 1947 bis 1953: Die Geschichte der Verfolgten des Nazi-Regimes in der SBZ und DDR. Berlin 1997, ISBN 3-929161-97-4, (umfangreiche Rezension dazu von Thomas Hoffmann in: Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat. Nr. 5/1998)
‱ Bettina Blank: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 12 (2000), Baden-Baden 2000, S. 224–239.
‱ Hans Coppi, Nicole Warmbold (Hrsg.): 60 Jahre Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes. Lesebuch zu Geschichte und Gegenwart der VVN. VVN – BdA, Berlin 2007, ISBN 978-3-00-021280-2.
‱ Jascha MĂ€rz: Zwischen Politik und Interessenvertretung. Die VerbĂ€nde der politischen Opfer des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik Deutschland von 1947 bis 1990 Köln, Univ., Phil. Diss., 2016.
‱ Jascha MĂ€rz: VVN, ZDWV und AvS. Die VerbĂ€nde der politischen Opfer des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik Deutschland. In: Phillip Neumann-Thein, Daniel Schuch und Markus Wegewitz (Hrsg.): Organisiertes GedĂ€chtnis: kollektive AktivitĂ€ten von Überlebenden der nationalsozialistischen Verbrechen. Wallstein, Göttingen 2022 (= Buchenwald und Mittelbau-Dora – Forschungen und Reflexionen. Bd. 3), ISBN 978-3-8353-5161-5, S. 39–77.
‱ Ulrich Schneider: 70 Jahre VVN – Widerstehen, Damals – heute – morgen, hrsg. VVN-BdA Bundesorganisation, Berlin 2017.
‱ Ulrich Schneider: „Mangelnde Wachsamkeit gegenĂŒber den Klassenfeinden“? Politische Repressalien auch gegen Antifaschisten, in: Die Rote Hilfe 1/2019, S. 23 (PDF; 2,26 MB).

Weblinks

Commons

: VVN

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Website der VVN-BdA
‱ GrĂŒndungsgeschichte der VVN in Hamburg
‱ Rudolf van HĂŒllen: „Die VVN-BdA: ein trojanisches Pferd fĂŒr das Engagement gegen Rechtsextremismus“, 2009

Einzelnachweise

cite-note-11. Bericht vom 7. Bundeskongress der VVN-BdA
cite-note-faq-22. GemeinnĂŒtzigkeits-FAQ, Punkt18
cite-note-33. ↑ Weiterer Verein verliert GemeinnĂŒtzigkeit tagesschau.de, 22. November 2019
cite-note-44. ↑ Alle Angaben nach: Webseite der VVN-BdA, Ziele, Aufgaben.
cite-note-55. ↑ EindrĂŒcke vom Bundeskongress 2008.
cite-note-66. ↑ Mitwirkende. Kooperation fĂŒr den Frieden, abgerufen am 3. MĂ€rz 2019.
cite-note-77. ↑ ErklĂ€rung der VVN-BdA zum WeltflĂŒchtlingstag am 20. Juni 2020
cite-note-88. ↑ Lutz Niethammer, Ulrich Borsdorf, Peter Brandt (Hrsg.): Antifaschistische AusschĂŒsse und Reorganisation der Arbeiterbewegung in Deutschland, Wuppertal 1976.
cite-note-99. ↑ Regina Henning, Komitee ehemaliger politischer Gefangener, Bielefeld 1991, S. 27.
cite-note-1010. ↑ Jeannette Michelmann: Aktivisten der ersten Stunde. Die Antifa in der Sowjetischen Besatzungszone, Köln/Weimar/Wien 2002, S. 369.
cite-note-1111. ↑ Hans Woller: Gesellschaft und Politik in der amerikanischen Besatzungszone. Die Region Asbach und FĂŒrth, MĂŒnchen 1986, S. 89.
cite-note-1212. ↑ Max Oppenheimer: Vom HĂ€ftlingskomitee zum Bund der Antifaschisten: Der Weg der VVN, Frankfurt am Main, S. 9.
cite-note-1313. ↑ 1947: Nazis. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-1414. ↑ „
 in Dreiteufelsnamen grĂŒnden wir die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“. VVN-BdA, Landesvereinigung Hessen, abgerufen am 3. MĂ€rz 2019.
cite-note-beaugrand-1997-261-1515. ↑ GĂŒnter Beaugrand: Zeitzeuge am Redaktionstisch: Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und der Bund der Verfolgten des Naziregimes (BVN) im Spiegel ihrer Presseorgane. In: Historisch-Politische Mitteilungen. Band 4, Nr. 1, S. 261 (PDF).
cite-note-beaugrand-1997-264-1616. ↑ GĂŒnter Beaugrand: Zeitzeuge am Redaktionstisch: Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und der Bund der Verfolgten des Naziregimes (BVN) im Spiegel ihrer Presseorgane. In: Historisch-Politische Mitteilungen. Band 4, Nr. 1, S. 264 (PDF).
cite-note-bisky-60jahrevvn-1717. ↑ Lothar Bisky: Zum 60. Jahrestag der GrĂŒndung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – BdA). In: sozialisten.de. Die Linke.PDS, 22. Februar 2007, archiviert vom Original am 23. September 2016; abgerufen am 3. MĂ€rz 2019.
cite-note-1818. ↑ Constantin Goschler: Wiedergutmachung. Westdeutschland und die Verfolgten des Nationalsozialismus 1945–1954. MĂŒnchen 1992, S. 195 f.
cite-note-1919. ↑ Thomas Doerry: Antifaschismus in der Bundesrepublik. Vom antifaschistischen Konsens 1945 bis zur Gegenwart, Frankfurt am Main 1980, S. 13.
cite-note-2020. ↑ Helga Grebing (Hrsg.): LehrstĂŒcke in SolidaritĂ€t. Briefe und Biographien deutscher Sozialisten 1945–1949, Stuttgart 1983, S. 173.
cite-note-2121. ↑ Landesarchiv Berlin, Aufruf und Protokoll zur GrĂŒndungskonferenz der VVN am 16./17. Januar 1948, IV L-2/15/002. In: Elke Reuter, Detlef Hansel: Das kurze Leben der VVN von 1947 bis 1953: Die Geschichte der Verfolgten des Nazi-Regimes in der SBZ und DDR. Berlin 1997, ISBN 3-929161-97-4, S. 193.
cite-note-2222. ↑ Elke Reuter, Detlef Hansel: Das kurze Leben der VVN von 1947 bis 1953: Die Geschichte der Verfolgten des Nazi-Regimes in der SBZ und DDR. Berlin 1997, ISBN 3-929161-97-4, S. 193.
cite-note-2323. ↑ Siehe Walter Bartel, Die VVN hat ihre Aufgaben gelöst, in: Berliner Zeitung, 27. Februar 1953 unter denselben Stichworten: Franz Dahlem, Die VVN hat ihre Aufgabe gelöst, in: Die Tat (Ostausgabe), 7 (1953), Nr. 10, 7. MĂ€rz 1953.
cite-note-2424. ↑ Karin Hartewig: ZurĂŒckgekehrt. Die Geschichte der jĂŒdischen Kommunisten in der DDR. Böhlau Verlag, Köln/Weimar 2000, S. 377–380.
cite-note-2525. ↑ antifa, MĂ€rz/April 2022, S. 19.
cite-note-60-jahre-2626. ↑ Hans Coppi: 60 Jahre Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Antifaschistisches Infoblatt, Nr. 77, Heft 4/2007 vom 13. Dezember 2007, abgerufen am 1. November 2013.
cite-note-2727. ↑ Mario Keßler: Die SED und die Juden – zwischen Repression und Toleranz: politische Entwicklungen bis 1967, Berlin: Akademie-Verlag, 1995 (= Zeithistorische Studien, Bd. 6), S. 102.
cite-note-2828. ↑ Jani Pietsch: »Ich besaß einen Garten in Schöneiche bei Berlin«. Das verwaltete Verschwinden jĂŒdischer Nachbarn und ihre schwierige RĂŒckkehr, Frankfurt a. M./New York 2006, S. 227.
cite-note-niether-s127-2929. ↑ Hendrik Niether: Leipziger Juden und die DDR. Eine Existenzerfahrung im Kalten Krieg (= Schriften des Simon-Dubnow-Instituts, Bd. 21), Göttingen 2014, S. 127.
cite-note-hartewig-s378-3030. ↑ Karin Hartewig: ZurĂŒckgekehrt. Die Geschichte der jĂŒdischen Kommunisten in der DDR. Böhlau Verlag, Köln/Weimar 2000, S. 378.
cite-note-3131. ↑ Geschichte. Berliner VVN-BdA e. V., 2009, abgerufen am 4. Januar 2009.
cite-note-3232. ↑ https://galerie-olga-benario.de/
cite-note-3333. ↑ https://galerie-olga-benario.de/die-galerie/unsere-geschichte/
cite-note-3434. ↑ Hermann Graml: Widerstand, in: Wolfgang Benz, Hermann Graml, Hermann Weiß: EnzyklopĂ€die des Nationalsozialismus, MĂŒnchen 1998, 3. Aufl., S. 309–321, hier: S. 309.
cite-note-3535. ↑ Hermann Weber: Die Wandlung des deutschen Kommunismus, Bd. 1, Frankfurt 1969, S. 247.
cite-note-3636. ↑ Benjamin Ortmeyer, Katharina Rhein: NS-Propaganda gegen die Arbeiterbewegung 1933–1945, Weinheim/Basel, 2015, S. 12f.
cite-note-spernol-254-3737. ↑ Bernd Spernol: Die „Kommunistenklausel“. Wiedergutmachungspraxis als Instrument des Antikommunismus. In: Stefan Creuzberger, Dierk Hoffmann (Hrsg.): „Geistige Gefahr“ und „Immunisierung der Gesellschaft“. Antikommunismus und politische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland. MĂŒnchen 2014, S. 251–274, hier: S. 254.
cite-note-beaugrand-1997-263-3838. ↑ GĂŒnter Beaugrand: Zeitzeuge am Redaktionstisch: Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und der Bund der Verfolgten des Naziregimes (BVN) im Spiegel ihrer Presseorgane. In: Historisch-Politische Mitteilungen. Band 4, Nr. 1, S. 263 (PDF).
cite-note-meyer-2010-169-3939. ↑ Kristina Meyer: Verfolgung, VerdrĂ€ngung, Vermittlung: Die SPD und ihre NS-Verfolgten. In: Die Praxis der Wiedergutmachung: Geschichte, Erfahrung und Wirkung in Deutschland und Israel. Norbert Frei, JosĂ© Brunner und Constantin Goschler (Hrsg.), Bonn: Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 2010 (= Schriftenreihe der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung. Bd. 1033), S. 159–202, hier: S. 169.
cite-note-4040. ↑ Katharina Stengel: Hermann Langbein. Ein Auschwitz-Überlebender in den erinnerungspolitischen Konflikten der Nachkriegszeit. Frankfurt a. M./New York 2012, S. 117.
cite-note-4141. ↑ Kristina Meyer: Verfolgung, VerdrĂ€ngung, Vermittlung: Die SPD und ihre NS-Verfolgten, in: Die Praxis der Wiedergutmachung: Geschichte, Erfahrung und Wirkung in Deutschland und Israel, Norbert Frei, JosĂ© Brunner und Constantin Goschler (Hrsg.), Bonn: Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 2010 (= Schriftenreihe der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, Bd. 1033), S. 159–202, hier: S. 171.
cite-note-4242. ↑ Diese und die vorausgehende Aussage: Katharina Stengel, Hermann Langbein: Ein Auschwitz-Überlebender in den erinnerungspolitischen Konflikten der Nachkriegszeit (= Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts), Frankfurt a. M. 2012, S. 117.
cite-note-4343. ↑ Bernd Spernol: Die „Kommunistenklausel“. Wiedergutmachungspraxis als Instrument des Antikommunismus. In: Stefan Creuzberger, Dierk Hoffmann (Hrsg.): „Geistige Gefahr“ und „Immunisierung der Gesellschaft“. Antikommunismus und politische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland. MĂŒnchen 2014, S. 221, 251–274, hier: S. 257.
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